Liebe Kolleginnen und Kollegen in Gerichten, Staatsanwaltschaften und den juristischen Einrichtungen in NRW,

die Landesregierung NRW beschließt ab 17.09.25 den Haushalt 2026. Für die Justiz ist nächstes Jahr geplant, 200 Stellen in allen Bereichen der Justiz zu sperren und zusätzlich noch bei den Sachmitteln ca. 100 Mio. Euro zu sparen. „Die Kürzungspolitik trifft eine ohnehin schon personell und finanziell ausgedünnte Justiz ins Mark“, erklärt der DJG-NRW-Landesvorsitzende Klaus Plattes. „Wenn Arbeitsplätze nicht nachbesetzt und dringend benötigte Mittel für die laufenden Kosten und die Ausstattung gestrichen werden, bedeutet das für die Praxis noch höhere Belastungen für die Bediensteten in den Dienststellen.“ Stellensperrungen statt Stellenstreichungen sind reine Augenwischerei – denn das bedeutet, dass es nur mit dem Einverständnis des Finanzministers neue Stellenbesetzungen geben darf. Im Ergebnis bedeutet das also keine Besetzung einer Stelle, ob diese nun gesperrt oder gestrichen wurde. Bereits 2024 wurden Geldmittelstellen gestrichen. Drohen weitere Reduktionen? Wie ist mit der Weiterbeschäftigung der Auszubildenden umzugehen, die nach bestandener Abschlussprüfung auf eine Weiterbeschäftigung in der Justiz vertrauen? Wozu investiert man in aufwendige Nachwuchsgewinnungskampagnen, wenn das Vertrauen auf diese fatale Art und Weise bei den jungen Menschen zerstört wird? Sachmittel sind nötig, um effizient und angemessen arbeiten zu können. Von geplanten Modernisierungen und Bauvorhaben in den Dienststellen angefangen bis hin zu aktueller Fachliteratur oder dem Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildungen sind die Kosten optimiert und können vor dem Hintergrund, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, nicht noch weiter reduziert werden.

Die DJG NRW hat gemeinsam mit den Partnergewerkschaften in NRW einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten Hendrik Wüst verfasst und in Kopie dem Justizminister Limbach zugestellt – einzusehen unter den aktuellen Meldungen auf der Internetseite www.djg-nrw.de

Zusätzlich brauchen wir Eure / Ihre Hilfe!

Wir wollen auf unserer Internetseite Eure Kommentare zu den Plänen der NRW-Landesregierung sammeln und diese als Zeichen, wie die Basis über die Sparmaßnahmen denkt, an den Ministerpräsidenten Wüst und auch den Rechtsausschuss im NRW-Landtag noch vor den Beratungen der Landesregierung ab Mitte September überreichen.

Bitte nutzt diese Möglichkeit hier zu kommentieren, was Ihr von diesen Plänen haltet,  damit wir der Politik zeigen können, dass wir mit diesen Sparplänen nicht einverstanden sind!

DJG NRW
Landesvorstand

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