PROTEST-AKTION gegen die Sparpläne der NRW-Landesregierung in der Justiz ab 2026
bis 08.09.2025 verlängert!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Jeder sollte wissen: Gesperrte Stellen sind verlorene Stellen!

Die Landesregierung NRW beschließt ab 17.09.25 den Haushalt 2026. Für die Justiz ist geplant, insgesamt 200 Stellen in allen Bereichen der Justiz zu „sperren“ und bei Sachmitteln ca. 100 Mio. Euro zu sparen.

Konkret: In der ordentlichen Gerichtsbarkeit werden neben 16 Planstellen für Richter:innen im Bereich der Tarifbeschäftigten und verbeamteten Kräfte insgesamt 98 Stellen „gesperrt“. In der Finanzgerichtsbarkeit und Arbeitsgerichtsbarkeit werden neben 9 Planstellen für Richter:innen im Bereich der Tarifbeschäftigten und verbeamteten Kräfte insgesamt 18 Stellen „gesperrt“.

Eine Sperrung von Stellen kommt der Streichung dieser Stellen gleich! Egal, wie man die Nicht-Besetzung nennen mag, nicht besetzte Stellen sind und bleiben vakante Stellen und tragen nicht zu einer dringend gebotenen Entlastung der Arbeitsbelastung und der Beseitigung des Personalmangels bei. Und wer glaubt an eine „Reaktivierung“ von unbesetzten Stellen bei einer verbesserten Haushaltslage?

Schon jetzt bringt der verordnete Rotstift erste Konsequenzen:

Das OLG Düsseldorf hat verfügt, keiner vorzeitigen Rückkehr aus der Elternzeit mehr zuzustimmen, vorzeitige Aufstockungen im Rahmen von Teilzeitbeschäftigungen abzulehnen, keiner Aufschiebung des Ruhestandseintritts betreffend der Weiterbeschäftigung bei Erreichen der Regelaltersgrenze zuzustimmen und keine Ruhestandsbeamt:innen bzw. in Altersrente befindliche Tarifbeschäftigte mehr befristet einzustellen. 

Die NRW-Landesregierung verkennt scheinbar, dass der Rechtsstaat nur in einem gesamten Kontext aus Polizei, Justiz und Strafvollzug funktionieren kann. Der zu erwartende politische Schaden in der Wahrnehmung der Bürger:innen in NRW dürfte immens ausfallen. Auch verkennt die Landesregierung, dass man in dieser Form nicht mit Bediensteten umspringen kann, die schon seit Jahren am Limit leisten, um den Betrieb nach bestmöglichen Können und Handeln aufrecht zu halten.

Deshalb brauchen wir Eure / Ihre Hilfe!

Wir sammeln auf unserer Internetseite Kommentare zu den Plänen der NRW-Landesregierung und werden diese in naher Zukunft bei dringend notwendigen Gesprächen an die Landespolitik aushändigen.

Die Möglichkeit, die Sparpläne zu kommentieren, besteht direkt bei Aufruf auf www.djg-nrw.de mit Klick auf das Themen-Banner.Bitte nutzt diese Option noch bis 8.9.25, damit wir der Politik mit Nachdruck zeigen können, dass wir mit diesen Sparplänen nicht einverstanden sind! 

DJG NRW
Landesvorstand